Mittwoch, 27. April 2016

Slave of numbers




Kleidergröße.
Zahl auf der Waage.
Körperfettanteil.
Kalorien.
Wiederholungszahl einer Übung.
Gewicht auf der Hantelstange.
Sprintgeschwindigkeit.

Zahlen bestimmen viele Ladys.
Wir lassen uns davon bestimmen, wie wir uns fühlen: dick oder dünn. Stark oder schwach. Fit oder fett.

Viele Ladys ketten sich geradezu an ihre persönliche Zahl.
Ist der Zeiger auf der Waage um einige Zentimeter nach rechts verschoben, gibt es eine Panikwelle.
Schließt die Lieblingsjeans nicht mehr fluffig, rennen sie den ganzen Tag mürrisch und hungrig durch die Weltgeschichte.

Ich kann das verstehen - es ging mir lange Zeit ganz genau so.
Und das ist anstrengend.
Nicht nur für Dich, auch für Deine Umwelt.

Es ist eine harte Nuss meinen Kundinnen beizubringen, dass die Zahl auf der Waage geradezu nichtssagend ist.
Natürlich ist es so, dass bei einer stark übergewichtigen Person der Zeiger in eine andere Richtung rutschen muss, wenn sie die Ernährung umstellt und langsam mit dem Sport beginnt. Dann ist eine regelmäßige Kontrolle sicher richtig und auch motivierend.
Doch oftmals habe ich recht schlanke Ladys bei mir, die wenig Muskeln haben und von einem definierten Körper träumen.
Jene Damen muss ich dann in ihrem "Wiegwahn" sehr bremsen, da in diesen Fällen der Zeiger nicht das zeigt, was am Körper passiert.
Ich kann zig Mal erzählen, dass Muskeln nun mal mehr wiegen als Fett, dafür aber "platzsparender" sind, d.h. Du siehst schlank und muskulös aus und hast trotzdem mehr Kilos drauf als vorher.
Trotzdem hält sich die Panik eisern, denn wenn man weniger wiegt, ist das ein absolutes Erfolgserlebnis. Tut sich da nichts auf der Waage oder aber sie zeigt sogar mehr an, dann bekomme ich als Coach oft das große Jammern zu hören.

Diese Abhängigkeit von Zahlen geht dann weiter zur Kleidergröße, die sich ebenfalls verändern kann, wenn Du Muskeln aufbaust.
Ich habe bereits einige meiner Lieblingshosen "gesprengt" und bekomme sie einfach nicht mehr über Oberschenkel oder Hintern. Ich habe mich totgelacht, als ich meine unsinnigen "Und-ich-krieg-dich-da-drüber" - Ziehversuche im Spiegel gesehen habe. Klar hat mein Herz geblutet, weil ich diese Hosen echt geliebt habe. Aber gleichzeitig war ich enorm stolz darauf, endlich aus meinem verdörrten Klapperhähnchenkörper entflohen zu sein. War harte Arbeit - hat sich gelohnt Also Haken hinter, Hosen weg und mega gefreut. Fertig.

Die meisten Ladys können das nicht so leicht nehmen.
Auch hier ist der Vergleich mit anderen ganz groß. Dann kommen noch Medien hinzu (Germanys next Topmodel lässt grüßen) und schon hat man die A....karte gezogen, wenn man innerlich noch nicht so stabil ist.
Aber es ist alles ein Lernprozess.
Ein Weg zu Dir selbst.
Leider fehlt vielen der objektive Blick, wenn sie ihr Spiegelbild ansehen.
Leider gibt es auch immer noch Deppen, die ihre Freundinnen "schlank halten" wollen und ihnen charmante Sprüche an den Schädel hauen, wenn der Po endlich runder wird.
Genau das sind aber die Bubis, die einer Jennifer Lopez sabbernd nachkriechen würden.
Spürt man da Ärger in meinem Ausdruck? YESSSS! Ich könnte diese kleinen Jungs an die Wand stellen!
Ich stärke jeder meiner Ladys den Rücken, damit sie vor so doofen Kommis gefeit sind.

Zurück zu den Zahlen.

Wie kommst Du raus aus diesem Zahlengefängnis?
Ich habe keine Patentlösung für Dich.
In vielen Köpfen steckt folgendes fest:

Kleidergröße 34 = sexy und happy
Kleidergröße 36 und mehr = fett und häßlich.

1000- 1200 Kalorien täglich = diszipliniert und gut.
1500 und mehr Kalorien = fett und gefräßiges Monster. 

Solange Du Dich darüber definierst, wirst Du NIE glücklich.
Du wirst immer an Dir zweifeln, sobald sich Dein Körper verändert.
Du wirst Deine innere Leere immer mit Zahlen ausfüllen, die Dich über einen gewissen kurzen Zeitraum zufrieden machen. Eine trügerische Zufriedenheit.

Ich weiß, es hört sich an wie der größte Eso-Mist, aber der 1. Schritt zu einem gesunden und sexy Körper ist das Akzeptieren des eigenen Körpers (ich spreche hier ganz bewusst nicht von der Liebe zum eigenen Körper, denn davon sind die Chicks weit entfernt).

In meinen Challenges habe ich das so gemacht, dass zu Beginn gewogen wurde. Und dann nicht mehr! Wer sich dennoch wöchentlich auf die Waage gestellt hat, der hat von mir eine Strafaufgabe erhalten (man muss die Damen ja anderweitig beschäftigen). Ich weiß, dass einige dennoch heimlich auf die Waage gehüpft sind. Aber von mir gab es immer ein klares NEIN dazu. Und lustigerweise haben die, die am meisten darüber gejammert haben, dass da nichts passiert, die größten Schritte gemacht. Nur waren die nicht auf der Waage sichtbar, sondern auf den Fotos, die dann gemacht worden sind.
Deshalb rate ich euch an, regelmäßig Selfies zu machen.
Darüber bekommt ihr einen sehr guten Überblick über eure Fortschritte.
Auch das Maßband ist mitunter ein guter Freund.
Oder der Caliper.
Aber die Waage taugt nur bedingt was.

Meine Waage ist so clever, dass sie mir 5 verschiedene Werte ausspuckt, wenn ich mich 5 x nacheinander drauf stelle.
Wenn hier jemand jedes Gramm zählt, der bekommt eine Krise!
Also sage ich meiner Waage, dass sie noch viel bescheuerter ist, als ich dachte und stell sie weg.

Ich habe in den Jahren, in denen ich sehr aktiv Kraftsport betreibe, über 10 Kilo zugenommen.



Wenn Du Fotos von mir siehst, dann wirst Du aber wenig Fett an mir entdecken.
Trotzdem zeigt die Waage mehr an als vorher. Und vorher war ich skinny fat - ich sah nach mehr aus.
Und obgleich ich Dir all das zeigen und belegen kann - es wird Dir nicht helfen, bevor nicht auch Dein innerer Schalter sich umstellt.

Du musst Dich trauen, neue Wege zu gehen.
Und das ist so schwer, da Neues Angst macht.

Aber ganz ehrlich: Hattest Du vor dem 1. Date mit Deinem Traumtypen nicht auch Schiss?
Und trotzdem hast Du Dich aufgemöbelt und bist hin.
Weil Du Hoffnungen hattest. Und Träume. Und Wünsche. Und die waren stärker als diese doofe Angst.
Und exakt so muss es auch sein, wenn Du um Dich kämpfst!
Es ist toll, etwas für einen anderen zu machen.
Aber das ist eigentlich noch viel gefährlicher, denn der andere kann irgendwann abhauen oder Dich verletzen etc.
Du aber hast Dich immer.
Ein ganzes Leben lang.
Wie seltsam, dass viele es sich nicht wert sind, um gut für sich zu sorgen und genau so viel Zuneigung für sich selbst zu empfinden, wie für einen fremden Menschen.....






Vielleicht, aber auch nur vielleicht regt Dich dieser Beitrag etwas an, um darüber nachzudenken.

Das wäre bereits ein großer Schritt.

Einer, den ich Dir wünsche.......




Dienstag, 26. April 2016

The monster in me


Ich möchte gar nicht jammern.


Aber Ladies haben es nicht ganz so einfach.
Speziell diese gewisse Zeit im Monat ist etwas tricky.

Immer.

Aber noch viel mehr, wenn Du auf dem Fitnesspfad wandelst und alles voll im Griff haben willst: Training, Ernährung, Rest - alles voll im Plan.

Und plötzlich (!) ist sie wieder da: die dunkle Zeit :-)

Ich bin sonst immer sehr diszipliniert, wenn es um meine Ernährung geht.
Aber in dieser Zeit renne ich wie ein Schokozombie durch die Botanik.
Ich glaube wirklich, dass sich ein Zombie meinen Körper ausleiht ....alle 4 Wochen tankt er dann auf und verschwindet, als wäre nie was gewesen.

Ich weiß, dass viele von euch ein ähnliches Problem haben.
Manche brauchen Süßes, wie ich. Andere brauchen Salz und deftige Lebensmittel.

Und ich werde oft gefragt, was ich dagegen mache.

Eine klare Antwort: NIX!

Wir können den Körper oft auf verschiedene Art und Weise austricksen. Aber in dieser Phase helfen keine Tricks. Zumindest zeigt mir mein Körper einen dicken Vogel, wenn ich das versuche.
Und ich habe es versucht.
Und das ging so:

Die dunkle Zeit brach heran (könnte aus einem Horrorfilm sein ::-D) und mein innerer Zombie sah hungrig aus meinem Körper.
Ich trabte in die Küche und hielt automatisch vor dem Korb, in dem die Schokolade gebunkert ist.

Jetzt müsst ihr euch vorstellen, dass mein Kopf elendig versucht hat, den Zombie zu zähmen.
Ich starrte die Schokolade an.....Sekunden.......Minuten.....in meinem Kopf sah ich, wie ich die Schokolade genüßlich zwischen die Kauleiste schob und der cremige Geschmack jeden Winkel meiner Seele wohlig umspülte....

Zombie:" ICH HABEN WOLLEN!"
Kopf:" Nö - kein Platz mehr in meinen Makros heute!".
Zombie:" ICH HABEN WOLLEN!"
Kopf:" Leck mich! Heute gibt es keine Schokolade!"
Zombie:" HABEN WOLLEN _ JETZT!".

Zombies sind zwar dämlich, aber kraftvoll.
Das sind tierische Instinkte, die da wirken.

Dennoch habe ich es geschafft, keine Schokolade zu essen. Ich habe brav die Erdnussbutter gelöffelt oder habe etwas Honig genommen.....irgendwas Gesundes.

War super.

Hielt ungefähr 5 Minuten.

Und dann wandelte ich wieder in die Küche, um die fette Schokolade mit all meinen Fasern zu vertilgen.

Zombie freute sich und hielt die Klappe. Und ich kann nun nicht sagen, dass ich mich mies fühlte.

Nachdem ich diesen Film diverse Male durchgespielt hatte, konnte auch ich endlich mal daraus lernen (bin ein Spätzünder):

Der weibliche Körper ist ein Mysterium.
Und er lässt sich nicht verarschen von uns - egal, wie clever wir auch sein wollen.
Er ist toll und erfindet sich innerhalb eines Monates immer wieder neu.
Er plustert sich manchmal auf, speichert Wasser, macht unseren Körper weich und noch weiblicher und beschert uns das ein oder andere Gramm mehr auf der Waage.

Und das ist bei jeder Lady so! Mehr oder minder stark ausgeprägt, aber doch immer vorhanden.
Und das ist ok so und sollte uns nicht verrückt machen.

Fakt ist: Wenn ich in dieser Zeit Lust auf Schokolade habe, dann esse ich auch Schokolade, denn alles andere ist eine Mission Impossible (siehe oben).
Ich komme eh nicht drum herum und esse nur noch viel mehr, bis ich die Schokolade eingezingelt habe und dann doch nach ihr greife.
Dann doch gleich der direkte Griff zum Glück.

Und warum sollte ich auch nicht?
Wenn ich mir über eine kurze Dauer etwas mehr von dem "ungesunden Kram" gönne, wirkt sich das nicht (!) auf meinen Körper aus - zumindest nicht nachteilig.
Im Gegenteil: die Seele ist zufrieden, und somit kommt auch der Körper zur Ruhe.

Natürlich sollte es nicht ausufern.
Ich habe das große Glück, dass mir nach einer gewissen Menge Schokolade schlichtweg schlecht wird. Also halte ich Maß.
Außer nach meinem Shooting: da habe ich eine Tafel Schokolade verputzt PLUS ein Twixx PLUS Nudeln in Käse-Sahne-Sauce! Aber das war die absolute Ausnahme, da ich dermaßen ausgehungert war.......

Aber zurück zum Thema:

Viele meiner Kundinnen machen sich verrückt, wenn sie plötzlich einige Gramm mehr auf der Waage sehen, der Bauch plötzlich komische Rundungen zeigt und der Hunger auf diese speziellen Lebensmittel ungeahnte Kräfte entwickelt.

Slow down!

Es ist alles normal.
Mach Dich nicht abhängig von der Zahl auf der Waage!
Die Grämmchen kommen und gehen auch rasch wieder - immer und immer wieder.
Deine Bauchmuskeln verstecken sich - aber auch sie zegen sich nach einer Weile wieder. Versprochen!
Und wenn Du Hunger auf Schokolade und Co. hast, dann gönn sie Dir - OHNE ein schlechtes Gewissen, denn das macht den Effekt kaputt!

Hormone sind gewaltige kleine Kreaturen, die sehr viel darüber bestimmen, wie wir uns fühlen und aussehen.
Wir können in einem begrenzten Umfang dafür sorgen, dass wir harmonisch mit ihnen klar kommen:
viel schlafen, Ruhezeiten einhalten, nicht übermäßig Cardio in den Tag hauen, ausgewogen ernähren etc.
Doch selbst dann kann es sein, dass sie Dich monatlich von den Füßen hauen.
So ergeht es mir und vielen anderen auch.
Wie stark ausgeprägt das passiert, liegt auch am Streß, dem ich ausgesetzt bin:
Weniger Streß = weniger Zombie-Power.
Mehr Streß = heftiger Zombie-Terror.

Und auch das kann man nicht immer beeinflussen. Es gibt nun mal auch stressige Zeiten mit Prüfungen oder familiären Dingen, denen man sich nicht entziehen kann.
Stress Dich dann nicht noch zusätzlich, indem Du Panik schiebst wegen der körperlichen und auch seelischen Veränderungen.

Cool down.

Mir helfen immer meine Spaziergänge mit meinen Hunden.
Das klärt den Kopf und führt auch dazu, dass der aufgeblähte Bauch nachgibt.
Dieses Walken rate ich jeder Lady, denn es ist eine Form des Cardiotrainings, das wirklich Sinn macht und Deinem Körper Erleichterung bringt.
So setzt Du den Stoffwechsel leicht in Gang, was dazu führt, dass das im Körper gespeicherte Wasser "abgebaut" werden kann (im Schongang) und Du Dich insgesamt wohler fühlst.
Du darfst dafür gern 1 Stunde locker durch die Botanik flanieren.
Genieß es.

Und danach darfst Du Schokolade essen - wenn Dir danach ist :-)

Sei lieb zu Deinem Körper.

Viel zu viele Ladys verteufeln ihn, unterdrücken ihn, verstecken ihn.
Sie glauben den Lügen, die in den Medien verbreitet werden.
Sie vergleichen sich unermüdlich und fühlen sich mies und mieser.

Dabei sind wir alle gleich!
Alle!

Wir sind lediglich Ladys, die NICHT mit einem Weichzeichner nachgemalt werden.
Wir sind "real".
Und auch die hinter / unter dem Weichzeichner sind wie wir und schlagen sich mit den gleichen Problemen herum.
Du siehst es nur nicht.

Daher:

Genieß jede Phase MIT Deinem Körper zusammen.
Ist nicht immer leicht, ich weiß.

Aber sobald Du Dein Inneres aufräumst und Deinem Körper Platz bietest, damit er Dir zeigen kann, was er braucht und was nicht, wirst Du erkennen, wie wertvoll er ist......wie schön es ist, ihn formen zu können und wie gut es sich anfühlt, ihn als Freund zu sehen, nicht als Feind.

Für viele Ladys ein harter Weg.
Aber lohnenswert.

Und in meinem LMU-Camp bekommst Du alles von mir gestellt, damit Du diesen Weg sicher und mit Spaß in den Backen gehen kannst.

Ich freue mich sehr darauf.

Doch bis dahin:

Stell Dich gut mit Deinem Zombie, denn er kommt immer wieder ;-)








Samstag, 23. April 2016

The mind-muscle- connection


Wenn Du Dir eine DVD ansehen willst - was tust Du?
Üblicherweise legst Du die DVD rein, drückst auf PLAY, schnappst Dir eine Knabberkarotte und konzentrierst Dich auf den Film.

Was tust Du, wenn Du ein Buch lesen willst?
Du öffnest das Buch, konzentrierst Dich auf die Geschichte, lässt Dich von den Seiten wegtragen und hoffst, dass Dich keiner stört.

Was tust Du, wenn Du Dein Make-up für den Abend auffrischen möchtest?
Du ziehst ins Bad, schließt die Tür und konzenrierst Dich auf das gleichmäßige Bemalen Deines hübschen Gesichtes.

Was tust Du, wenn Du Dein Training abreißen willst?
Du gehst ins Gym und schwingst Dich zunächst auf den Crosstrainer oder auf das Laufband. Während die Minuten vergehen, schaust Du zum Fernseher oder blätterst in der Zeitschrift.

Dann gehst Du an die Geräte und ziehst die vorgegebenen Übungen durch.
Währenddessen denkst Du daran, wie bescheuert der Tag war, was Du gleich noch machen musst und lästerst still für Dich über die Tussi, die nebenan trainiert.

Dann gehst Du noch in die Pump-Stunde, weil Du heute alles geben willst.

Nach dem Beat der Musik hebst Du leichte bis mittelschwere Gewichte.

Die Zeit ist um, Du hast das Gefühl rchtig viel gemacht zu haben und gehst nach Hause.

Was ich oben bechrieben habe ist ein vertrautes Bild, das ich über die Jahre immer wieder gesehen habe:

Das Gym ist voller Leute, die ihr Training über Jahre exakt so abreißen - aber ihr Körper verändert sich nicht.

Sie geben an den Geräten eher ein lustloses Bild ab oder aber das eines Posers, der sich auf sein Outfit konzentriert, weniger auf die Übungen.

Diese Leute kommen dann zu mir und klagen ihr Leid:

Nchts verändert sich, obwohl nach Plan trainiert wird.
Der Plan muss schlecht sein.
Vielleicht ist mein Körper für Fitness nicht gemacht.
Ich kann nicht schwerer heben.

Ich kann Dir versichern, dass Du aus dem schlechtesten Plan das Beste herausholen kannst.

Aber dafür bedarf es einer gewissen Eigeninitiative. Und die fehlt bei den meisten. 
Denn sie bezahlen ja für das Gym! 
Also muss man sich alles servieren lassen können.
Das aber ist der falsche Ansatz, denn es geht immer noch um DICH!
Und wenn Du nicht weiter kommst, spätestens dann solltest Du etwas aus der Hufe kommen.
Leider muss ich dazu sagen, dass viele Trainer im Gym die Kunden nicht wirklich anleiten.
Nun will ich nicht beurteilen, ob es fehlendes Know-how ist oder auch hier eine gewisse Trägheit.
Viele Trainer sind mit ihrer Basic-Ausbildung zufrieden und ruhen sich darauf aus.

Aber die Wissenschaft geht weiter.

Und man sollte als Trainer, der mit Herz und Kopf dabei ist, in jegliche Strömungen oder auch wissenschaftliche Recherchen zumindest seine Nase kurz reinhalten.
Das scheint aber nicht der Anspruch vieler zu sein.
Das wiederum überträgt sich auf den Kunden.
Denn diesem fehlt das nötige Wissen.

Aber das nur am Rande :-)

Da stehst Du also und weißt nicht, was Du falsch machst.

Hier kommt die Antwort:

Dir fehlt die mind-muscle-connection!

WTF! 

Das denken viele, wenn ich damit um die Ecke eier.

Sie denken, dass ich jetzt mit einer Eso-Nummer auftrete.

Aber so ist es nicht.

Es geht darum, dass Du während des Trainings fokussiert bleibst, dass Du eine Verbindung zwischen Kopf (Geist) und Muskel herstellst, indem Du Dich bewusst auf den zu trainierenden Muskel konzentrierst.

Genau das passiert nicht, wenn Du in einer Zeitschrift blätterst oder aber TV schaust.
Es passiert auch nicht, wenn Du zig andere Gedanken im Schädel hast - und auch laute Musik kann diese Verbindung stören und Dich in Deinem Fortschritt blockieren.

Jetzt stell Dir mal einen Pump-Kurs OHNE Musik vor!

Öde?

Vielleicht für Dich.

Für mich wäre das heute optimal,, weil mir die Stille Raum geben würde, um mich auf das Brennen im Muskel zu konzentrieren.
Ich könnte erfühlen, ob ich noch mehr Gewicht nehmen könnte und ob ich mit der Ausführung der Übung den richtigen Muskel erwische.
Ich könnte sofort korrigieren und so dafür sorgen, dass meine Fortschritte gesichert sind.

Nicht so übel, oder?

Und ich hätte wieder mehr Spaß am Training, weil ich spüre, dass da gezielt etwas passiert.

Ich will sicher keine Pump-Kurse verteufeln!
Ich bin selbst über Jahre Pump-Trainerin gewesen und bin auf der Bühne herumgesprungen :)

Deshalb aber kann ich mir auch ein Urteil erlauben.

Pump ist klasse und macht Spaß - keine Frage.
Auch alle anderen Kurse haben ihre Berechtigung.
Du ackerst im Team und schuftest sicher einige Kalorien ab.

Willst Du aber mehr, wird Dir diese Form des Trainings nicht reichen.

Mir fehlt da der Fokus, die Ruhe während des Trainings - und damit meine ich vor allem auch die innere Ruhe. 
Kein Gehetze, weil der nächste Refrain ansteht. Du arbeitest in Deinem Tempo.
Viel besser! Viel effektiver.

Ein weiterer Pluspunkt: hast Du diese Mind-Muscle-Connection einmal drauf, verkürzt sich Dein Training!

Endergebnis: Du hast ein effektives Workout unter 1 Stunde, das Dich sicher nach vorn bringt.

Gut oder gut?

Wie geht das also mit der Mind-Muscle-Connection?

Nehmen wir ein Beispiel:

Auf Deinem Plan steht heute Leg Press (Beinpresse).

Super Übung, die gern genommen wird.

Du trottest zu der Beinpresse.

Nimm ein geringes Gewicht und setz Dich hin.

Ich habe gelernt, mit allen Übungen zunächst zu spielen, um zu erforschen, wie bei welcher Position welcher Muskel warum mitspielt.

Dieses Spielen ist kein Set!!!  Nimm es als Aufwärmübung.

Beinpresse:

Wie hast Du die Übung sonst immer gemacht?

Füße auf die Fläche gestellt, Fußsohle ganz aufstellen und los geht´s.
Vielleicht die ganze Zeit über schulterbreit.
Vielleicht etwas enger?
Was hast Du gespürt? Die meisten können diese Frage nicht gut beantworten!

Jetzt machst Du folgendes:

Setz den Fuß ganz nach oben, so dass nur Deine Ferse aufsteht. Die Beine sind etwas weiter als schulterbreit geöffnet. Nun drückst Du das Gewicht hoch. Die Knie klappen nicht nach innen! Wieder runter, ohne das Gewicht ganz abzusetzen!

Mach 10 Wiederholungen.

Wo spürst Du es? Konzentrier Dich auf die Bewegung und fokussier Dich auf den jetzt arbeitenden Muskel.

Ich spüre diese Übung so ausgeführt mehr im Gluteus maximus und Hamstrings.
Perfekt, wenn ich meinem trägen Hintern die volle Ladung geben möchte:-)

Jetzt veränderst Du die Position:

Setz die Füße ganz nach unten, so dass nur noch die Fußballen aufstehen. Die Beine sind weniger als hüftbreit geöffnet. Das fühlt sich sicher sehr ungewohnt an. Mach es trotzdem.
Drück das Gewicht langsam hoch. Die Knie klappen nicht nach außen oder innen!
Wieder runter, ohne das Gewicht ganz abzusetzen.

Mach 10 Wiederholungen.

Wo spürst Du es jetzt? Konzentrier Dich auf die Bewegung und fokussier Dich auf den jetzt arbeitenden Muskel.

Jetzt werden Deine Oberschenkel so richtig in die Mangel genommen! Dazu die Waden.
Der Po wird mehr oder minder in Ruhe gelassen.

Somit kannst Du mit einer Übung diverse Muskeln gezielt trainieren, ohne das Gerät wechseln zu müssen.

Und das geht mit vielen anderen Übungen auch!

Wie aber sollst Du das herausfinden, wenn Du nur stumpf eine Übung herunterreißt, ohne den Fokus darauf zu richten, ob Du tatsäächlich effektiv an diesem Muskel arbeitest???

Es geht nur mit dieser Muscle-Mind-Connection!

Nun willst Du Biceps Curls machen.

Wie immer "rennst" Du quasi durch diese Übung, weil Du sie langweilig findest.

STOP!  SLOW DOWN!

Jetzt stehe ich als Coach vor Dir, gebe Dir Hanteln in die Hände und sage Dir:"Konzentrier Dich auf Deinen Biceps!".

Schau in den Spiegel, und halte den Fokus aufrecht.

So macht die Übung Sinn!

Spürst Du das Brennen? Nein? Nimm mehr Gewicht.

Jetzt nochmal.
Schau in den Spiegel.

Fokus auf den Biceps.

Plötzlich ist Dein "Schaukeln" des Oberkörpers verschwunden, weil Du nur den Biceps arbeiten lässt.

Es brennt wie Hölle.

Du kannst weniger Wiederholungen machen.

Glückwunsch - Du hast alles richtig gemacht!!!!

Viele Fehler lassen sich durch diese Mind-Muscle-Connection verhindern.
Viele Stillstände lösen sich damit auf.

Wenn mir Ladys erklären, dass sich einfach nix tut am Bauch oder am Po, dann schaue ich mir an, wie sie trainieren und essen.

Wenn sonst alles passt, aber diese Verbindung nicht vorhanden ist, blockiert das viele wichtige Schritte, die Dich nach vorne bringen.

Die Mind-Muscle-Connection gibt Deinem Muskel den nötigen Pump, um zu wachsen.

Und dies ist keine Eso-Geschichte.
Dies ist blanke Wissenschaft (ich steh drauf :-D ).

Wenn Du es nicht glaubst, probier es einfach mal!
Ob im Gym oder zu Hause.

Du wirst schnell ein Gefühl dafür entwickeln, ob Du eine Übung "richtig" ausführst (also so, dass der zu trainierende Muskel tatsächlich arbeitet), oder ob Du an der Ausführung feilen musst. Oftmals ist es nur eine kleine Korrektur, ein kleiner Kniff, der aus einer faden Übung Magic werden lässt:-)

Also: schalte Deinen Kopf ein, wenn Du wirklich an einem effektiven Training interessiert bist!
Du bringst dadurch Deine Muskeln zum Glühen.

Mehr von diesen kleinen Abänderungen und "Tricks" wirst Du in meinem LMU-Camp erlernen, zu dem ich Dich gern einladen möchte.

Ich möchte meinen Ladys all das Wissen weitergeben, das ihnen einen erfolgreichen Weg verspricht.

In diesem Sinne...

Use your mind-muscle-connection!
It´s your own magic.



 
Copyright 2015 © Lean & Mean Poet | Design by MiraDesigns | Impressum